18.07.2019 Tödlicher Lastabsturz bei Montagearbeiten in Leipzig

Ein tödlich­er Arbeit­sun­fall ereignete sich am Mittwoch gegen 11 Uhr auf ein­er Baustelle für eine neue Werk­shalle in einem großen Auto­mo­bil­w­erk in Leipzig. Ein 22-jähriger Arbeit­er, der für ein externes Unternehmen tätig war, führte Mon­tagear­beit­en an einem im Kran hän­gen­den Bauteil aus. Es han­delte sich um einen Teil ein­er Hebe­bühne mit einem Gewicht von 1,8 Ton­nen. Aus noch ungek­lärten Grün­den löste sich die Aufhän­gung des Bauteils, woraufhin es auf den jun­gen Mann stürzte. Bericht­en zufolge wird ver­mutet, dass die ver­wen­de­ten Anschlag­mit­tel, wie Rund­schlin­gen, möglicher­weise falsch ange­bracht waren. Trotz sofort ein­geleit­eter Ret­tungs­maß­nah­men ver­starb der Arbeit­er noch am Unfal­lort an seinen schw­eren Ver­let­zun­gen. Die Staat­san­waltschaft hat ein Tode­ser­mit­tlungsver­fahren eingeleitet.

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Mann durch Roboterarm tödlich verletzt (Berlin, 12. Juni 2019)

Bei einem Arbeit­sun­fall in einem großen Motoren­werk in Berlin-Marien­felde wurde ein Mitar­beit­er tödlich verletzt.

Der Mann war gegen 8 Uhr in ein­er Fer­ti­gungs­mas­chine eingek­lemmt worden.

Den Bericht­en zur Folge han­delte es sich um eine Art Robot­er­arm, welche den Mitar­beit­er am Oberkör­p­er einklemmte.

Die betrieb­seigene Feuer­wehr habe erste Maß­nah­men ein­geleit­et, ein Notarzt habe jedoch nur noch den Tod des Mannes fest­stellen können.

Die Ein­satzkräfte bar­gen die leblose Per­son, die mit dem Oberkör­p­er in der großen Fer­ti­gungs­mas­chine eingek­lemmt war. Dafür musste das Gerät teil­weise demon­tiert werden.

Hintergrund

In der automa­tisieren Fer­ti­gung sind Robot­er heutzu­tage Stand der Tech­nik. Grund­sät­zlich sind solche Anla­gen gekapselt d.h. die Anla­gen sind üblicher­weise eingezäunt und somit Men­schen beim Automatik­be­trieb vor Bewe­gun­gen von Maschi­nen­teilen geschützt. Sollte es keine Einzäu­nung geben, kom­men Sen­soren zum Ein­satz z.B. Lichtschranken.

Es ist jedoch manch­mal unver­mei­d­bar z.B. für die Instand­hal­tung oder dem Ein­richt­en der Mas­chine, dass sich Per­so­n­en in den Arbeits­bere­ich der Mas­chine begeben müssen. Für solche Fälle sind andere Betrieb­sarten vorge­se­hen. Diese erlauben ein auss­chließlich­es Bewe­gen der Mas­chine mit sehr langsamer Geschwindigkeit und im “Tipp­be­trieb” (Mitar­beit­er muss einen Knopf gedrückt hal­ten und beim Loslassen stoppt die Maschine).

Die so genan­nte Betrieb­sart 4 ist ein Voll­be­trieb ohne Kapselung und sehr gefährlich. Üblicher­weise ist diese heute für nor­male Betrieb­szwecke qua­si ver­boten und sollte nur durch den Her­steller angewen­det wer­den. Die Gefahren, dass sich Per­so­n­en während ein­er solch­er Betrieb­sart im Gefahren­bere­ich aufhal­ten und z.B. durch fehler­hafte Pro­gram­mierung unvorherse­hbare Bewe­gun­gen erfol­gen kön­nen, sind sehr groß.

Warum let­ztlich der Robot­er den Mitar­beit­er tötete, muss ein tech­nis­ches Gutacht­en klären.

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20.06.2019: Erschlagen bei Kipparbeiten, Wittighausen

Auf ein­er Bah­n­tun­nel­neubau-Baustelle in Unter­wit­tighausen ereignete sich ein tödlich­er Arbeit­sun­fall, bei dem ein 61-jähriger Lkw-Fahrer ums Leben kam. Der Vor­fall geschah, als der Mann mit dem Abladen von Schot­ter beschäftigt war. Sein Kipp­sat­telschlep­per samt aus­ge­fahren­em Auflieger geri­et ins Wanken. Der Lkw-Fahrer, der sich zu diesem Zeit­punkt außer­halb seines Führerhaus­es auf dessen Höhe befand, bemerk­te die kri­tis­che Sit­u­a­tion und ver­suchte offen­bar, das Fahrzeug zu sta­bil­isieren. Dies gelang jedoch nicht rechtzeit­ig, und der Lkw kippte auf die Fahrer­seite. Der 61-jährige Mann wurde dabei von dem umstürzen­den Fahrzeug erschla­gen und eingek­lemmt. Es wird davon aus­ge­gan­gen, dass er sofort tot war.

Anwe­sende Bauar­beit­er reagierten umge­hend und sta­bil­isierten das umgekippte Fahrzeug mit einem Bag­ger, um ein weit­eres Abrutschen zu ver­hin­dern. Die alarmierte Feuer­wehr musste den Verunglück­ten anschließend mit­tels Autokran und Hebekissen bergen. Ein genaues Datum oder eine Uhrzeit des Unfalls sind der Quelle nicht zu entnehmen.

Als Ursache des Unfalls wird das Wanken und Umkip­pen des Kipp­sat­telschlep­pers beim Abladen von Schot­ter angenom­men. Der Ver­such des Fahrers, das Fahrzeug von außen zu sta­bil­isieren, scheit­erte. Der Vor­fall wirft Fra­gen bezüglich der Sicher­heits­be­din­gun­gen auf der Baustelle auf, da sich bere­its zwei Tage zuvor ein ähn­lich­er Unfall ereignet hat­te, bei dem eben­falls ein Kipp­sat­telschlep­per umkippte, der Fahrer jedoch im Führerhaus saß und lediglich leicht ver­let­zt wurde. Es wird erwartet, dass die zuständi­gen Behör­den die Bedin­gun­gen auf der Baustelle inten­siv auf mögliche Sicher­heitsmän­gel unter­suchen werden.

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Dachdecker stürzt durch Lücke im Dach und stirbt (18. Juni 2019, Rödersheim-Gronau)

Ein 52-jähriger Dachdeck­er stürzte auf ein­er Baustelle in Röder­sheim-Gronau durch eine Lücke im Dach. Der Mitar­beit­er ein­er Dachdeck­er­fir­ma fiel etwa fünf Meter tief. Dabei ver­let­zte er sich schw­er. Er kon­nte zunächst rea­n­imiert wer­den, ver­starb jedoch im Krankenhaus.

Hintergrund

Absturzun­fälle gehören lei­der zu den Unfällen, die beson­ders schadenss­chw­er sind. Mehr als ein Vier­tel der aktuell erfassten tödlichen Arbeit­sun­fälle sind Absturzun­fälle. Beispiel­sweise stürzten rund ein Drit­tel der Verun­fall­ten — meist auf­grund fehlen­der Sicherungs­maß­nah­men — von Däch­ern oder brachen durch Lichtkup­peln. Die BAUA hat ein Merk­blatt her­aus­ge­bracht, dass einzelne Unfall­fak­toren und Unfal­lur­sachen auf­führt, deren Ken­nt­nis zur Reduzierung von Absturzun­fällen beitra­gen soll.

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12.06.2019 Tödlicher Unfall durch herabfallende Last, Bremerhaven

In ein­er Werft in Bre­mer­haven ereignete sich ein schw­er­er Arbeit­sun­fall, bei dem ein Mitar­beit­er tödlich verunglück­te und ein weit­er­er schw­er ver­let­zt wurde. Der Vor­fall geschah während der Demon­tage eines Krans, die von ein­er exter­nen Fir­ma durchge­führt wurde. Ein bere­its abge­bautes Bauteil sollte mit einem weit­eren Kran ver­set­zt wer­den, als sich plöt­zlich ein Kran­teil von dessen Hak­en löste. Die her­ab­fal­l­ende Stahlkon­struk­tion traf zwei Mitar­beit­er der Fremd­fir­ma. Ein 38 Jahre alter Arbeit­er erlitt dabei tödliche Ver­let­zun­gen. Sein Kol­lege wurde mit schw­eren Bein­ver­let­zun­gen in ein Kranken­haus ein­geliefert. Das genaue Datum und die Uhrzeit des Unfalls sind im vor­liegen­den Text nicht genan­nt. Als unmit­tel­bare Ursache wird das plöt­zliche Lösen eines Kran­teils vom Hak­en während des Ver­set­zvor­gangs beschrieben.

Quelle
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Rückbau am Kernkraftwerk Isar: Herabfallendes Teil erschlägt Arbeiter tödlich (6. Juni 2019, Wörth)

Kernkraftwerk Isar (KKI)

 

Bei einem Arbeit­sun­fall im Kernkraftwerk Isar 1 bei Wörth an der Isar ist ein Mann ums Leben gekommen.

Der Unfall geschah im Rah­men der Rück­bauar­beit­en des Kernkraftwerks. Der Mitar­beit­er gehörte einem Dien­stleis­terun­ternehmen an, welch­es Demon­tagear­beit­en an einem großen Behäl­ter durch­führen sollte (Update 09.06.2019:  es han­delte sich um einen so genan­nten Wasserabscheider-Zwischenüberhitzer).

Der Mitar­beit­er wurde dabei von einem her­ab­fal­l­en­den Teil eingek­lemmt und tödlich ver­let­zt. Der Unfall passierte im soge­nan­nten Kon­troll­bere­ich, in dem strenge Strahlen­schutz­maß­nah­men gel­ten. Ret­tungskräfte wur­den vom Betreiber mit Strahlen­schutzanzü­gen und Dosime­tern zur Mes­sung der Strahlen­do­sis ausgestattet.

Zu ein­er Freiset­zung oder Kon­t­a­m­i­na­tion mit radioak­tiv­en Stof­fen kam es durch den Unfall nicht.

Hintergrund

Das Kernkraftwerk Isar 1 (KKI) war von 1979 bis 2011 in Betrieb und wird derzeit demon­tiert. Auch der Prozess zur Abschal­tung des Kernkraftwerkes Isar 2 wird bere­its vorbereitet.

Quellen:

04.06.2019: Eingequetscht bei Dachfensterarbeiten, Neuperlach

Am Dien­sta­gnach­mit­tag ereignete sich in Neu­per­lach, München, ein tödlich­er Arbeit­sun­fall auf dem sechs Meter hohen Flach­dach ein­er Kirche. Ein 21-jähriger Arbeit­er, der für ein Unternehmen tätig war, ver­starb an den Fol­gen schw­er­er Ver­let­zun­gen. Der Vor­fall ereignete sich, als der junge Mann sich in die Öff­nung eines geöffneten Dachober­lichts beugte, um ein im Innen­raum befind­lich­es Son­nen­rol­lo zu erre­ichen. Dabei schloss sich das hydraulisch angetriebene Dachfen­ster unver­mit­telt und klemmte den Arbeit­er auf Brusthöhe ein. Anwe­sende Kol­le­gen kon­nten das Fen­ster umge­hend wieder öff­nen und alarmierten die Ret­tungskräfte. Der schw­er ver­let­zte Mann wurde mit­tels ein­er Drehleit­er vom Dach gebor­gen und in den Schock­raum ein­er Münch­n­er Klinik gebracht. Trotz sofor­tiger medi­zinis­ch­er Ver­sorgung erlag er wenig später im Kranken­haus seinen schw­eren Ver­let­zun­gen. Die genaue Ursache für das plöt­zliche Schließen des Dachfen­sters ist Gegen­stand der laufend­en Unfal­lun­ter­suchung. Es wird geprüft, inwieweit eine automa­tis­che Schließ­funk­tion des Dachober­lichts, möglicher­weise durch Sen­soren aus­gelöst, zu dem tragis­chen Vor­fall beige­tra­gen haben könnte.

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03.06.2019: Absturz bei Kranrückbau mit Todesfolge, Saarbrücken

Bei Demon­tagear­beit­en an einem Baustel­lenkran ereignete sich ein schw­er­er Arbeit­sun­fall, bei dem zwei Arbeit­er in etwa 18 Metern Höhe verunglück­ten. Ein­er der Män­ner wurde aus dieser Höhe zu Boden geschleud­ert. Trotz sofor­tiger Rean­i­ma­tionsver­suche am Unfal­lort erlag er später im Kranken­haus seinen schw­eren Ver­let­zun­gen. Die zweite betrof­fene Per­son erlitt eben­falls schwere Ver­let­zun­gen und kon­nte von der Feuer­wehr von einem Kran­podest gerettet wer­den. Der Unfall ereignete sich an einem Baustel­lenkran eines Unternehmens. Ein genaues Datum oder eine Uhrzeit des Vor­falls sind nicht bekan­nt. Die Iden­tität der betrof­fe­nen Arbeit­er, abge­se­hen davon, dass es sich um zwei Män­ner han­delte, die Demon­tagear­beit­en durch­führten, sowie ihr Alter, wur­den nicht mit­geteilt. Die genaue Unfal­lur­sache und der Her­gang sind laut Polizeiangaben derzeit noch unklar und Gegen­stand weit­er­er Ermittlungen.

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Tödlicher Arbeitsunfall beim Beladen eines Autozuges (28. Mai 2019, Cuxhaven)

Ein 20-jähriger Mann ist bei einem Arbeit­sun­fall auf dem Gelände eines Auto-Ter­mi­nals in Cux­haven getötet wor­den. Der Arbeit­er sei beim Beladen eines Autozuges zwis­chen die Lade­flächen des Wag­gons ger­at­en. Die obere Lade­fläche habe sich aus derzeit unbekan­nten Grün­den plöt­zlich gesenkt. Der Mann ver­starb noch an der Unfallstelle.

Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Toedlicher-Arbeitsunfall-beim-Beladen-von-Autozug,aktuelloldenburg2514.html

Tödlich erdrückt von Metallbandrolle (21. Mai 2019, Penzberg)

Ein 63-jähriger Arbeit­er ist während sein­er Nachtschicht in Penzberg von ein­er ton­nen­schw­eren Met­all­ban­drolle erdrückt wor­den. Der Mann arbeit­ete alleine in der Halle des Betriebs für Antrieb­stech­nik, als eine Met­all­ban­drolle beim Trans­port kippte und ihn ein­klemmte. Der tödlich ver­let­zte Arbeit­er wurde später von einem Kol­le­gen gefunden.

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/bayern/penzberg-toedlicher-arbeitsunfall‑1.4458343

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