Arbeiter in schließendem Dachfenster eingequetscht und getötet (4. Juni 2019, Neuperlach)

Ein Mann ist am Dien­stag­mit­tag auf dem 6 Meter hohen Flach­dach ein­er Kirche in Neu­per­lach, München, in der Öff­nung eines Dachober­licht­es eingek­lemmt und tödlich ver­let­zt wor­den.

Der 21-jährige Mann war mit Kol­le­gen für Arbeit­en auf dem Dach und beugte sich in ein geöffnetes Dachfen­ster, um an ein im Innen­raum gele­genes Son­nen­rol­lo zu gelan­gen. Das hydraulisch angetriebene Dachfen­ster schloss sich dann unver­mit­telt und klemmte ihn auf Brusthöhe ein.

Kol­le­gen des Mannes öffneten das Fen­ster und informierten die Ret­tungskräfte. Der Ver­let­zte musste anschließend per Drehleit­er vom Dach herab geholt wer­den, bevor er in den Schock­raum ein­er Münch­n­er Klinik gebracht wurde. Er starb wenig später im Kranken­haus.

Satel­liten­fo­to des betr­e­f­fend­en Flach­daches von Google Maps/Google Earth (05.06.2019)

Lätarekirche - Muenchen

Gebäude von außen

Hintergrund

Dachober­lichter wie Dachfen­ster wer­den zur Be- und Entlüf­tung und zur Tages­beleuch­tung einge­set­zt. Im Brand­fall kön­nen Sie auch als natür­lich­er Rauch­abzug fungieren. Häu­fig sind sie mit einem Lichtkup­pel­mo­tor oder ein­er Hydraulik aus­ges­tat­tet. Dachfen­ster kön­nen manuell oder automa­tisch durch einen Sen­sor geschlossen wer­den z.B. bei schlechtem Wet­ter / Regen.

Inwieweit eine solche Automatik dem Mann zum Ver­häng­nis wurde, muss die Unfal­lun­ter­suchung aufk­lären.

Quellen

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