14.10.2023: Tödlicher Unfall: Hubarbeitsbühne kippt um, Günne/Möhnesee

Am Sam­stag­mit­tag gegen 13 Uhr ereignete sich in Günne/Möhnesee im Kreis Soest ein tödlich­er Arbeit­sun­fall, bei dem zwei Män­ner ums Leben kamen und eine weit­ere Per­son schw­er ver­let­zt wurde. Die Män­ner waren mit Sanierungsar­beit­en an einem Pri­vathaus beschäftigt und nutzten hier­für eine Hubar­beits­bühne. Während der Arbeit­en kippte die Mas­chine aus bis­lang ungek­lärter Ursache plöt­zlich um. Die bei­den Arbeit­er erlit­ten dabei lebens­ge­fährliche Ver­let­zun­gen. Trotz sofort ein­geleit­eter Rean­i­ma­tion­s­maß­nah­men ver­star­ben bei­de Män­ner noch an der Unfall­stelle. Eine dritte am Pro­jekt beteiligte Per­son wurde schw­er ver­let­zt und zur medi­zinis­chen Ver­sorgung in ein Kranken­haus gebracht. Die Staat­san­waltschaft Arns­berg hat Ermit­tlun­gen aufgenom­men und prüft den Ver­dacht der fahrläs­si­gen Tötung. Es ste­ht im Raum, dass die Hubar­beits­bühne möglicher­weise nicht aus­re­ichend gegen das Umstürzen gesichert war.

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Urteil gegen Staplerfahrer — Kollege verlor Fuß bei Unfall (Hamburg, 12. Oktober 2023)

Ein Vor­fall während ein­er Sta­pler­fahrt führte zu einem tragis­chen Arbeit­sun­fall im Ham­burg­er Hafen, bei dem ein Kol­lege schw­er ver­let­zt wurde. Der Fahrer hat­te uner­laubte Drehbe­we­gun­gen (“Donuts”) gemacht, während sein Kol­lege auf dem Trit­tbrett des Gabel­sta­plers stand und einen Wassereimer hielt. Der Kol­lege rutschte ab und geri­et unter das Rad des elf Ton­nen schw­eren Fahrzeugs, was zu ein­er schw­eren Ver­let­zung und Ampu­ta­tion des Ober­schenkels führte.

Im Prozess vor dem Amts­gericht Har­burg wurde der Fahrer zu ein­er sieben­monati­gen Frei­heitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Der Angeklagte zeigte Reue und bedauerte den Unfall zutief­st. Er betonte, dass er alles tun würde, um das Geschehene rück­gängig zu machen. Der Angeklagte wies darauf hin, dass er zuvor nie in ein­er Fir­ma mit der­art lax­en Sicher­heits­be­din­gun­gen gear­beit­et hat­te und sich den dor­ti­gen Bedin­gun­gen angepasst hatte.

Die Staat­san­waltschaft forderte ursprünglich eine Geld­strafe von 130 Tagessätzen zu je 30 Euro, berück­sichtigte jedoch die Reue und das Geständ­nis des Angeklagten. Die Vertei­di­gung plädierte für max­i­mal 90 Tagessätze als mildere Strafe. Die Amt­srich­terin betonte, dass das Ver­hal­ten des Angeklagten grob fahrläs­sig war und dass das riskante “Donuts”-Fahren nicht toleriert wer­den könne, selb­st wenn es in der Fir­ma üblich sei, Kol­le­gen auf dem Trit­tbrett mitzunehmen. Den­noch wurde das Urteil auf Bewährung aus­ge­set­zt, da der Angeklagte Reue zeigte und sich teil­weise geständig zeigte.

Quelle: https://www.t‑online.de/region/hamburg/id_100259182/hamburg-hartes-urteil-gegen-staplerfahrer-kollege-verlor-fuss-bei-unfall.html

Baustellenunfall : Schwere Verletzungen nach umkippenden Schaltafeln — (Wels, 12. Oktober 2023)

Am Vor­mit­tag des 12. Okto­bers 2023 wurde eine 56-jährige Bauar­bei­t­erin in Lam­bach nach einem Arbeit­sun­fall schw­er ver­let­zt und musste ins Kranken­haus geflo­gen wer­den. Ein 18-jähriger Arbeit­er aus Wels war damit beschäftigt, zwei miteinan­der ver­bun­dene Schaltafeln mit einem Gewicht von jew­eils 450 Kilo zu ent­fer­nen. Dabei ent­fer­nte er die Anker­stange zu früh und über­sah, dass die Schaltafeln noch nicht am Kran­hak­en gesichert waren. Plöt­zlich kippte der Ver­bund der Schaltafeln um und stürzte auf die 56-jährige Elek­trik­erin aus Wels. Die Frau erlitt lebens­ge­fährliche Ver­let­zun­gen und wurde nach der Erstver­sorgung mit dem Notarzthub­schrauber ins Klinikum Wels geflogen.

Quelle: https://www.tips.at/nachrichten/wels/blaulicht/622068-bauarbeiterin-56-bei-arbeitsunfall-in-lambach-schwer-verletzt

Tischkreissäge: Person verliert 2 Finger (Oberbergkirchen, 9. Oktober 2023)

Am Abend des 9. Okto­bers gegen 18.30 Uhr, arbeit­ete ein 21-jähriger Kün­stler aus Ober­bergkirchen an einem Holzstück. Während der Arbeit­en geri­et die linke Hand des jun­gen Mannes in die eingeschal­tete Tis­chkreis­säge. Hier­bei wur­den ihm zwei Fin­ger der linken Hand abge­tren­nt. Der Ret­tungs­di­enst, Notarzt, eine Streife der Polizei­in­spek­tion Mühldorf am Inn, sowie Helfer der frei­willi­gen Feuer­wehr Ober­bergkirchen fuhren die Werk­statt in Ober­bergkirchen an. Der Ver­let­zte wurde umge­hend durch das Ret­tungs­di­en­st­per­son­al medi­zinisch ver­sorgt. Ein Fin­ger kon­nte umge­hend aufge­fun­den wer­den, nach dem zweit­en Fin­ger wurde inten­siv gesucht. Der hinzuge­zo­gene Ret­tung­shub­schrauber ver­brachte den Ver­let­zten in ein Kranken­haus nach München. Zwis­chen­zeitlich kon­nte mit mehreren Helfern der Frei­willi­gen Feuer­wehr und Ret­tungs­di­en­st­mi­tar­beit­ern die Werk­statt buch­stäblich auf den Kopf gestellt wer­den. Die Absuche ver­lief erfol­gre­ich, denn der zweite Fin­ger kon­nte aufge­fun­den wer­den. Er wurde umge­hend durch die Feuer­wehr nach München gefahren. Der Ver­let­zte kon­nte erfol­gre­ich notoperiert werden.

Quelle: https://www.bgland24.de/bayern/landkreis-muehldorf/oberbergkirchen-rettungshubschrauber-am-sportplatz-person-nach-arbeitsunfall-schwer-verletzt-92568193.html

14.09.2023: Tödlicher Unfall an Reinigungsmaschine, Untertürkheim

In einem Werk in Untertürkheim ereignete sich ein tödlich­er Arbeit­sun­fall, bei dem ein 33-jähriger Mann sein Leben ver­lor. Der Vor­fall ereignete sich, als der Arbeit­er mut­maßlich ver­suchte, eine Störung an ein­er Reini­gungs­mas­chine zu beheben. Dabei zog er sich schwere Ver­let­zun­gen zu. Obwohl umge­hend Ret­tungskräfte zur Stelle waren und den Mann ver­sorgten, ver­starb er später im Kranken­haus an den Fol­gen sein­er Ver­let­zun­gen. Der genaue Zeit­punkt des Unfalls ist nicht expliz­it genan­nt, jedoch äußerte sich eine Sprecherin des betrof­fe­nen Unternehmens am Fre­itag zu dem tragis­chen Geschehen. Sie drück­te ihr Bedauern aus und sprach der Fam­i­lie des Ver­stor­be­nen ihre aufrichtige Anteil­nahme aus.

Quelle

Tunnelbaustelle Oberau: Mann tödlich von Pumpschlauch erschlagen (Oberau, 18. Juli 2019)

Mehrere Bauar­beit­er befan­den sich gegen 17 Uhr im noch im Bau befind­lichen Tun­nel bei Ober­au. Ein 43-jähriger Mann war mit Reini­gungsar­beit­en ein­er Pumpleitung an einem Beton­mis­chfahrzeug beschäftigt, als sich aus bish­er unbekan­nter Ursache ein Pump­schlauch aus ein­er Ver­ankerung löste und den Arbeit­er am Oberkör­p­er traf.

Die Wucht des Auf­pralls führte zu ein­er so erhe­blichen Ver­let­zung, dass für den 43-Jähri­gen trotz umge­hend ein­geleit­eter Ret­tungs­maß­nah­men jede Hil­fe zu spät kam und er noch an der Unfall­stelle starb.

Die Klärung des Unfall­her­gangs über­nahm die Kriminalpolizei.

Quelle: https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/oberau-ort60590/gap-tragoedie-im-oberauer-tunnel-schlauch-loest-sich-ploetzlich-und-erschlaegt-arbeiter-12837350.html

18.07.2019 Tödlicher Lastabsturz bei Montagearbeiten in Leipzig

Ein tödlich­er Arbeit­sun­fall ereignete sich am Mittwoch gegen 11 Uhr auf ein­er Baustelle für eine neue Werk­shalle in einem großen Auto­mo­bil­w­erk in Leipzig. Ein 22-jähriger Arbeit­er, der für ein externes Unternehmen tätig war, führte Mon­tagear­beit­en an einem im Kran hän­gen­den Bauteil aus. Es han­delte sich um einen Teil ein­er Hebe­bühne mit einem Gewicht von 1,8 Ton­nen. Aus noch ungek­lärten Grün­den löste sich die Aufhän­gung des Bauteils, woraufhin es auf den jun­gen Mann stürzte. Bericht­en zufolge wird ver­mutet, dass die ver­wen­de­ten Anschlag­mit­tel, wie Rund­schlin­gen, möglicher­weise falsch ange­bracht waren. Trotz sofort ein­geleit­eter Ret­tungs­maß­nah­men ver­starb der Arbeit­er noch am Unfal­lort an seinen schw­eren Ver­let­zun­gen. Die Staat­san­waltschaft hat ein Tode­ser­mit­tlungsver­fahren eingeleitet.

Quelle

Mann durch Roboterarm tödlich verletzt (Berlin, 12. Juni 2019)

Bei einem Arbeit­sun­fall in einem großen Motoren­werk in Berlin-Marien­felde wurde ein Mitar­beit­er tödlich verletzt.

Der Mann war gegen 8 Uhr in ein­er Fer­ti­gungs­mas­chine eingek­lemmt worden.

Den Bericht­en zur Folge han­delte es sich um eine Art Robot­er­arm, welche den Mitar­beit­er am Oberkör­p­er einklemmte.

Die betrieb­seigene Feuer­wehr habe erste Maß­nah­men ein­geleit­et, ein Notarzt habe jedoch nur noch den Tod des Mannes fest­stellen können.

Die Ein­satzkräfte bar­gen die leblose Per­son, die mit dem Oberkör­p­er in der großen Fer­ti­gungs­mas­chine eingek­lemmt war. Dafür musste das Gerät teil­weise demon­tiert werden.

Hintergrund

In der automa­tisieren Fer­ti­gung sind Robot­er heutzu­tage Stand der Tech­nik. Grund­sät­zlich sind solche Anla­gen gekapselt d.h. die Anla­gen sind üblicher­weise eingezäunt und somit Men­schen beim Automatik­be­trieb vor Bewe­gun­gen von Maschi­nen­teilen geschützt. Sollte es keine Einzäu­nung geben, kom­men Sen­soren zum Ein­satz z.B. Lichtschranken.

Es ist jedoch manch­mal unver­mei­d­bar z.B. für die Instand­hal­tung oder dem Ein­richt­en der Mas­chine, dass sich Per­so­n­en in den Arbeits­bere­ich der Mas­chine begeben müssen. Für solche Fälle sind andere Betrieb­sarten vorge­se­hen. Diese erlauben ein auss­chließlich­es Bewe­gen der Mas­chine mit sehr langsamer Geschwindigkeit und im “Tipp­be­trieb” (Mitar­beit­er muss einen Knopf gedrückt hal­ten und beim Loslassen stoppt die Maschine).

Die so genan­nte Betrieb­sart 4 ist ein Voll­be­trieb ohne Kapselung und sehr gefährlich. Üblicher­weise ist diese heute für nor­male Betrieb­szwecke qua­si ver­boten und sollte nur durch den Her­steller angewen­det wer­den. Die Gefahren, dass sich Per­so­n­en während ein­er solch­er Betrieb­sart im Gefahren­bere­ich aufhal­ten und z.B. durch fehler­hafte Pro­gram­mierung unvorherse­hbare Bewe­gun­gen erfol­gen kön­nen, sind sehr groß.

Warum let­ztlich der Robot­er den Mitar­beit­er tötete, muss ein tech­nis­ches Gutacht­en klären.

Quellen

20.06.2019: Erschlagen bei Kipparbeiten, Wittighausen

Auf ein­er Bah­n­tun­nel­neubau-Baustelle in Unter­wit­tighausen ereignete sich ein tödlich­er Arbeit­sun­fall, bei dem ein 61-jähriger Lkw-Fahrer ums Leben kam. Der Vor­fall geschah, als der Mann mit dem Abladen von Schot­ter beschäftigt war. Sein Kipp­sat­telschlep­per samt aus­ge­fahren­em Auflieger geri­et ins Wanken. Der Lkw-Fahrer, der sich zu diesem Zeit­punkt außer­halb seines Führerhaus­es auf dessen Höhe befand, bemerk­te die kri­tis­che Sit­u­a­tion und ver­suchte offen­bar, das Fahrzeug zu sta­bil­isieren. Dies gelang jedoch nicht rechtzeit­ig, und der Lkw kippte auf die Fahrer­seite. Der 61-jährige Mann wurde dabei von dem umstürzen­den Fahrzeug erschla­gen und eingek­lemmt. Es wird davon aus­ge­gan­gen, dass er sofort tot war.

Anwe­sende Bauar­beit­er reagierten umge­hend und sta­bil­isierten das umgekippte Fahrzeug mit einem Bag­ger, um ein weit­eres Abrutschen zu ver­hin­dern. Die alarmierte Feuer­wehr musste den Verunglück­ten anschließend mit­tels Autokran und Hebekissen bergen. Ein genaues Datum oder eine Uhrzeit des Unfalls sind der Quelle nicht zu entnehmen.

Als Ursache des Unfalls wird das Wanken und Umkip­pen des Kipp­sat­telschlep­pers beim Abladen von Schot­ter angenom­men. Der Ver­such des Fahrers, das Fahrzeug von außen zu sta­bil­isieren, scheit­erte. Der Vor­fall wirft Fra­gen bezüglich der Sicher­heits­be­din­gun­gen auf der Baustelle auf, da sich bere­its zwei Tage zuvor ein ähn­lich­er Unfall ereignet hat­te, bei dem eben­falls ein Kipp­sat­telschlep­per umkippte, der Fahrer jedoch im Führerhaus saß und lediglich leicht ver­let­zt wurde. Es wird erwartet, dass die zuständi­gen Behör­den die Bedin­gun­gen auf der Baustelle inten­siv auf mögliche Sicher­heitsmän­gel unter­suchen werden.

Quelle

Dachdecker stürzt durch Lücke im Dach und stirbt (18. Juni 2019, Rödersheim-Gronau)

Ein 52-jähriger Dachdeck­er stürzte auf ein­er Baustelle in Röder­sheim-Gronau durch eine Lücke im Dach. Der Mitar­beit­er ein­er Dachdeck­er­fir­ma fiel etwa fünf Meter tief. Dabei ver­let­zte er sich schw­er. Er kon­nte zunächst rea­n­imiert wer­den, ver­starb jedoch im Krankenhaus.

Hintergrund

Absturzun­fälle gehören lei­der zu den Unfällen, die beson­ders schadenss­chw­er sind. Mehr als ein Vier­tel der aktuell erfassten tödlichen Arbeit­sun­fälle sind Absturzun­fälle. Beispiel­sweise stürzten rund ein Drit­tel der Verun­fall­ten — meist auf­grund fehlen­der Sicherungs­maß­nah­men — von Däch­ern oder brachen durch Lichtkup­peln. Die BAUA hat ein Merk­blatt her­aus­ge­bracht, dass einzelne Unfall­fak­toren und Unfal­lur­sachen auf­führt, deren Ken­nt­nis zur Reduzierung von Absturzun­fällen beitra­gen soll.

Quellen

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