Der Fall
Ein Arbeitsunfall mit Stromschlag ereignete sich in Andernach auf einer Baustelle in der Werftstraße. Ein Arbeiter war damit beschäftigt, Betonreste mithilfe eines Überdruckwasserstrahls zu entfernen. Während dieser Tätigkeit traf er eine unterirdisch verlegte Mittelspannungsleitung. Durch den daraufhin überspringenden Strom erlitt der Geschädigte Verbrennungen am rechten Arm sowie Herzrhythmusstörungen. Er wurde umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er zur Überwachung verbleiben wird. Nach Angaben von anwesenden Kollegen waren die betroffene Stromleitung sowie eine danebenliegende Gasleitung nicht in den Bauplänen aufgeführt. Die Ermittlungen zu den Umständen dauern an. Der Vorfall wurde über die Rettungsleitstelle Koblenz gemeldet. presseportal.deKurz eingeordnet
Ort: Andernach · Gefährdung: Elektrik · Schwere: Schwer verletzt. Für die betriebliche Prävention zählen vor allem die erkennbaren Gefährdungen, die Sicherung vor Arbeitsbeginn und die klare Zuständigkeit vor Ort.
Was daraus folgt
Ungeplante Erdarbeiten können zu Stromschlägen durch unmarkierte Leitungen führen, besonders bei Einsatz von Wasserstrahlen.
Ähnliche Situationen im eigenen Betrieb gezielt prüfen: Voraussetzungen für die Tätigkeit, vorhandene Sicherungen und die tatsächliche Umsetzung vor Ort.
Was zu prüfen ist
- Vor Erdarbeiten detaillierte Leitungspläne prüfen und den Verlauf unterirdischer Leitungen exakt markieren.
- Bei unvollständigen Plänen oder Unsicherheiten vorab Ortungssysteme zur Leitungsdetektion einsetzen.
- Arbeiten in der Nähe bekannter oder vermuteter Leitungen nur mit geeigneten, nicht-leitenden Werkzeugen durchführen.
Diese Prüfpunkte eignen sich für die nächste Unterweisung oder ASA-Runde – kurz, konkret und an den dokumentierten Fall gekoppelt (KW 2025-W46).