Unfallarten

Heben und Tragen von schweren Gegenständen

Manuelles Heben und Tragen: Grenzwerte, Teamarbeit, Hilfsmittel und Unterweisung.

Das Wichtigste

  • Manuelle Lasten belasten Wirbelsäule und Gelenke – Grenzwerte und Hilfsmittel reduzieren das Risiko.
  • Als Faustregel gilt: häufiges Heben über 12–15 kg (Männer) bzw. weniger (Frauen) kritisch prüfen – im Betrieb konkret bewerten.
  • Teamarbeit, Rollbehälter und ergonomische Arbeitsplätze sind wirksamer als „Rücken gerade“ allein.

Belastung verstehen

Nicht nur das Gewicht zählt, sondern auch Häufigkeit, Haltung (Drehen, Bücken), Griffmöglichkeiten, Transportweg und Pausen. In der Gefährdungsbeurteilung werden manuelle Handhabungstätigkeiten nach der Lastenhandhabungsverordnung und DGUV-Informationen bewertet.

Maßnahmenhierarchie

  1. Vermeiden: Lasten nicht manuell bewegen (Automation, Stetigförderer).
  2. Verringern: kleinere Gebinde, Zwischenlager näher am Einsatzort.
  3. Gestalten: ergonomische Griffe, waagerechte Transportmittel, ausreichend Platz.
  4. Person: Unterweisung zu Hebetechnik, Teamheben, Pausen – nur ergänzend zu Technik/Organisation.

Hebetechnik (wenn manuelles Heben nötig bleibt)

  • Nah an den Körper, aus den Knien arbeiten, Last nicht seitlich verdreht heben,
  • kein Ruck beim Anheben, Weg freiräumen,
  • bei schweren Lasten immer zweite Person oder Hebezeuge einplanen.

Mehr zu allgemeinen Präventionsansätzen: Tipps zur Unfallprävention.