Unfallarten
Elektrische Unfälle
Stromunfälle verstehen: typische Ursachen, Schutzmaßnahmen und was nach einem Vorfall zu tun ist.
Typische Unfallmuster
Elektrische Unfälle im Betrieb betreffen häufig:
- Elektrofachkräfte und Instandhalter bei Arbeiten an Anlagen ohne Freischalten,
- Hilfstätigkeiten („kurz nur messen“) an spannungsführenden Teilen,
- Beschädigte Kabel, Stecker oder Mehrfachsteckdosen in Büro und Werkstatt,
- Überspannung oder Blitzschlag bei Außenarbeiten,
- Bögen und Brand durch Kurzschlüsse in Schaltschränken.
Prävention im Betrieb
Organisatorisch
- Gefährdungsbeurteilung für Elektroarbeiten, klare Zuständigkeiten (Elektrofachkraft vs. elektrotechnisch unterwiesene Person),
- Freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, Erden und Kurzschließen, benachbarte unter Spannung stehende Teile abdecken oder isolieren (5 Sicherheitsregeln),
- Regelmäßige Prüfung ortsveränderlicher Geräte (DGUV Vorschrift 3 / BetrSichV).
Technisch und persönlich
- Keine provisorischen Verlängerungen unter Last, IP-Schutz in feuchten Bereichen,
- PSA: isolierende Handschuhe und Werkzeuge nur im abgestimmten Gesamtkonzept,
- Kennzeichnung und Absperrung von Arbeitsbereichen.
Nach einem Stromunfall
Spannung abschalten, nicht mit bloßen Händen anfassen. Bei Bewusstlosigkeit und Atemstillstand sofort Erste Hilfe und Rettungsdienst. Auch scheinbar leichte Kontakte können innere Verletzungen nach sich ziehen – ärztliche Abklärung. Unfall aufnehmen und Ursachen mit der Unfalluntersuchung klären.
Vertiefung: Gefährdungsfaktoren und typische Gefahrenquellen finden Sie in der Übersicht Gefährdungsfaktoren.