Am 6. Mai 2025 ereignete sich gegen 15 Uhr auf einer Baustelle in der Dorfstraße in Ulm ein schwerer Arbeitsunfall. Mitarbeiter eines Unternehmens waren mit Erdarbeiten beschäftigt, wobei ein Kompaktbagger mit einem Betriebsgewicht von fünf Tonnen zum Einsatz kam. Ein Vorarbeiter bediente die Arbeitsmaschine und bewegte eine mehrere hundert Kilogramm schwere Kabeltrommel mit einem Durchmesser von rund zwei Metern. Ein 48-jähriger Arbeiter platzierte auf Anweisung des Maschinenführers zwei Holzstücke an der Kabeltrommel, um deren Wegrollen zu verhindern. Dabei befand er sich mutmaßlich direkt unter dem Baggerlöffel. Aus bislang ungeklärter Ursache löste sich in diesem Moment das Anbauteil aus der Halterung des Baggerarms und traf den 48-Jährigen am Kopf und Oberkörper. Der Mann stürzte zu Boden, wobei der metallene Baggerlöffel teilweise auf ihm zu liegen kam. Es wird angenommen, dass der Verletzte zum Zeitpunkt des Unfalls keinen Schutzhelm trug.
Weitere Arbeiter eilten sofort zur Hilfe und befreiten den Verunfallten mithilfe des Baggers und eines daran befestigten Hebegurtes. Der Rettungsdienst und ein Notarzt versorgten den schwer verletzten Mann vor Ort, bevor er zur weiteren Behandlung in eine Klinik gebracht wurde. Die Abteilung für Gewerbe und Umwelt des örtlichen Polizeipräsidiums hat die Ermittlungen aufgenommen. Es wird gegen den Vorarbeiter, dessen Alter in einer Quelle mit 46 Jahren angegeben wird, wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Auch ein Arbeitssicherheitsbeauftragter des Landratsamts Alb-Donau-Kreis ist an den Ermittlungen beteiligt.